Warum wir eine Säure für Hygiene brauchen


“… it is well known that vaccination is still far away to be achieved worldwide and that new variants are emerging, thus additional protective measures must be explored.”
“… it is well known that vaccination is still far away to be achieved worldwide and that new variants are emerging, thus additional protective measures must be explored.”


1834 wurde die hypochlorige Säure, ein im Körper natürlich vorkommender Immunbooster, von einem französischen Chemiker entdeckt. Kurz darauf wurde herausgefunden, dass HOCl sehr wirksam Wundinfektionen vorbeugt und Übertragungen des Kindbettfiebers verhindert. Bereits im ersten Weltkrieg wurde der Einsatz von HOCl bei allgemeiner Hygiene, Wunden und für therapeutische Anwendungen bei Gangrän, Diphtherie und Scharlach entwickelt. In den 40er Jahren wurden aerosolisierte HOCl-Lösungen in Londoner Krankenhäusern zur Desinfektion und Infektionskontrolle eingesetzt. Der Einsatz von HOCl ist eine attraktive Option für eine zuverlässige, sichere und fortschrittliche Desinfektion. So war für mehrere Jahrzehnte in Wasser gelöste hypochlorige Säure DAS Antiseptikum.



In den letzten 20 Jahren hat sich die Anwendung von hypochloriger Säure im institutionellen Bereich und der Nutztierhaltung etabliert. Gerade durch das Pandemiegeschehen wird den Menschen immer bewusster, dass ergänzende Hygienemaßnahmen zu Impfung und herkömmlichen NPIs dringend notwendig sind. So gewinnt HOCl mehr und mehr an Bekanntheit. Besonders Nasensprays erfreuen sich wachsender Beliebtheit und eine randomisiert kontrollierte Studie mit nicht geblindetem Prüfmittel (open-label) des Mexico City Krankenhauses belegt deren Wirksamkeit. Es wurden 170 freiwillige Ersthelfer in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine der beiden Testgruppen führte zusätzlich zu den herkömmlichen Schutzvorkehrungen dreimal täglich Nasen-Rachen-Spülungen über einen Zeitraum von vier Wochen durch. Das relative Erkrankungsrisiko, das mit jeder Behandlung verbunden ist, wurde berechnet. Das Auftreten von COVID-19-positiven Fällen betrug in der Gruppe, die Nasen- und Rachenspülungen mit HOCl erhielt, 1,2%, während es in der Gruppe, die keine HOCl-Spülungen durchführen, 12,7% betrug.


Eine weitere Publikation aus Österreich berichtet von Prävention durch HOCl-haltige Nasensprays.


Ein neues Verfahren bietet nun einen Allround-Schutz. Bei diesem neuen Verfahren wird hypochlorige Säure, ein im Körper natürlich vorkommender Immunbooster, auf molekularer Ebene in die Raumluft eingebracht. Die Abbaurate molekularer hypochloriger Säure ist wesentlich langsamer, als bei anderen Verfahren, das erhöht die Reichweite und Effektivität der Luft- und Oberflächendesinfektion. Im Gegensatz zu Desinfektionsmitteln ist die Technologie frei von Nebenwirkungen und Risiken. Verschiedene Stellen berichten sogar von einem Memory-Effekt, also einer Art Depot-Wirkung von HOCl auf Oberflächen.


Gutiérrez-García et al
. - 2022 - Nasopharyngeal and oropharyngeal rinses with neutral elec
Download - 2022 - NASOPHARYNGEAL AND OROPHARYNGEAL RINSES WITH NEUTRAL ELEC • 860KB